Triff Entscheidungen, sonst entscheiden andere über dich! (1)

Aktualisiert: Aug 15

Hallo Freund,


was passiert, wenn man einen intelligenten Frosch in einen Topf mit heißem Wasser wirft? Ganz klar: Der merkt sofort, dass es ihm zu ungemütlich ist und entscheidet sich herauszuspringen.


Würde man allerdings denselben Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzen und anschließend den Topf auf dem Herd ganz langsam erhitzen, könnte man eine interessante Beobachtung machen: Der Frosch bleibt im Topf – vermutlich merkt er zwar, dass es langsam warm wird, er bleibt aber im Wasser. Es ist fast so, als würde er denken: „Ein bisschen Wärme schadet ja nichts.“ Und bald ist er gekocht. 


Was lehrt uns das? Vieles im Leben entwickelt sich langsam. Doch wenn wir uns nicht ab und zu bewusst reflektieren, ob die Richtung, die wir eingeschlagen haben, tatsächlich die ist, die uns unserem Ziel näherbringt, kann es sein, dass es dafür irgendwann zu spät ist.


Wenn wir morgen früh auf der Waage 40 Kilo mehr wiegen würden, glaubst du, dass wir dann beunruhigt wären? Bestimmt. Aber wenn wir diesen Monat ein Kilo zunehmen und im nächsten Monat eins, dann neigen wir doch dazu, das nicht ganz so dramatisch zu sehen. 


Oder stell dir vor, du wachst morgen früh auf und hast plötzlich 100.000 Euro Schulden. Würde dich das beunruhigen? Sicher. Aber wenn sich die Dinge langsam entwickeln, unnötige 4,90 Euro gestern, 20 Euro morgen, hier und da einen kleinen Kreditvertrag, dann neigen wir dazu, das nicht ernst zu nehmen. 


Die Froschfalle warnt uns, auf Entwicklungen zu achten und auch Kleinigkeiten nicht zu unterschätzen. Denn alles, was wir tun oder lassen bringt uns entweder unserem Ziel näher oder weg davon. 


Es gibt kein „neutral“. Und Kleinigkeiten summieren sich. Eine der größten Gefahren liegt in der Annahme: „Ein bisschen von etwas Schlechtem schadet doch nicht.“


Doch Gleichgültigkeit fungiert auf lange Sicht zum Killer jedes Glücks.


Es scheint momentan keine Rolle zu spielen, ob wir heute einen Apfel oder eine Tafel Schokolade essen; ob wir ein gutes Buch lesen oder ob wir jeden Abend stundenlang vor dem Fernseher abhängen und eine Katastrophenmeldung oder Seifenoper nach der nächsten konsumieren, ob wir 20 Euro ausgeben oder ob wir sie stattdessen sparen oder spenden… 


Aber in zehn Jahren macht es einen Unterschied: Da zeigt sich vermutlich deutlicher, ob du fettleibig, oberflächlich, arm und gefrustet bist oder wahrscheinlich eher gesund, wissend, finanziell stabil und zufrieden.


Verstehe mich bitte richtig: Wenn du dein Ziel fokussiert hast und auf diesem Weg auch ganz bewusst Zeiten und Gelegenheiten reservierst, in denen du Schokolade genießt, dir einen guten Film anschaust oder Geld ausgibst, weil du dir einfach einen bestimmten Herzenswunsch erfüllen willst, dann ist das mega, absolut richtig und gut.


Wofür ich lediglich plädiere ist, nicht aus reiner Gleichgültigkeit, Langeweile oder purer Gewohnheit unbedacht noch länger in falschen Verhaltensmustern zu verharren.


Viele Menschen um uns herum verharren in einer Starre der unbefriedigenden Minimalexistenz. Für die meisten Europäer bedeutet Armut nicht, Hunger zu leiden, sondern einen stumpfsinnigen Alltag zu leben.


Deshalb ist es wichtig, dass wir ganz bewusst von Zeit zu Zeit innehalten und uns fragen: Ist dies das Leben, das ich wirklich will?


Für den, der diese Frage bejahen kann, ist alles super und der Kurs stimmt. Ist die Antwort aber Nein, dann wird es Zeit, Entscheidungen zu treffen.


Denn unser Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen, die wir getroffen haben und noch treffen.


Es gibt Menschen, die sich bereits mit dem Wort ENTSCHEIDUNG schwertun. Diesen hilft es oft schon, wenn sie alternativ formulieren, dass sie genau genommen eine WAHL treffen.


Ob die oder die Formulierung: Gleichgültigkeit ist dabei definitiv immer ein schlechtes Rezept, weil wir vom Leben autorisiert wurden, unsere Wahl respektive unsere Entscheidung zu treffen. (1)


Ein Vater wollte in Ruhe arbeiten, doch sein Sohn drängte ihn zum Spielen, sodass er überlegte, wie er den Kleinen wohl eine Weile beschäftigen könnte. Er fand in einem Magazin eine Weltkarte, zerschnitt sie und gab sie seinem Kind mit der Aufforderung, dieses Bild nun wieder zusammenzusetzen. Er war sich sicher, so nun erst einmal in Ruhe arbeiten zu können.


Doch wie staunte der Vater als der Sohn schon kurze Zeit später vor ihm stand, um ihm das Ergebnis zu präsentieren. Er konnte kaum glauben, dass sein Sohn dies so schnell zustande gebracht hatte, worauf der Junge ihm erklärte: Auf der anderen Seite war ein Mensch. Den habe ich zusammengesetzt.  Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt.“ 


Unsere kleinen und großen Entscheidungen bestimmen, wie unsere Zukunft aussehen wird. Wir setzen uns zusammen.


Wenn wir in Ordnung sind, ist auch unsere Welt in Ordnung. Eine Entscheidung, die wir dazu immer wieder bewusst treffen sollten, ist ständig zu wachsen. Warum? Weil das eine Bedingung für ein glückliches und erfülltes Leben ist. (2)


Freund, woran erkennst du, ob etwas lebt?  


Alles, was lebt, wächst und verändert sich dadurch. So kannst du auch leicht einen Stein von einer lebendigen Koralle unterscheiden. Wenn etwas aufhört zu wachsen oder sich zu verändern, dann stirbt es. 


Wachstum ist ein Prinzip unseres Lebens. 


Dabei geht es beim Menschen als höchstentwickelte Spezies nicht um irgendwelches Wachstum, sondern um zielgerichtetes Wachstum.


Das gilt ebenso für jede Firma oder jedes Wirtschaftssystem. Stillstand kann es auch dort nicht geben. Wer lediglich versucht, ein bestimmtes qualitatives Niveau zu halten, wird langfristig den Wettbewerb verlieren.


Dr. W. Edwards Deming definierte den Qualitätsgedanken einmal wie folgt: „Qualität bedeutet nicht nur, einem bestimmten Standard zu entsprechen, sondern in einem lebendigen, dynamischen Prozess stetige Verbesserungen zu erzielen.“


An Kindern ist dieses Wachstumsprinzip des Lebens besonders eindrücklich zu erkennen. In unseren ersten Lebensjahren ist neben dem innerlichen Wachstum zudem auch die körperliche Veränderung am deutlichsten innerhalb relativ kurzer Zeit zu verfolgen. Bestimmt hast du auch schon den Satz gehört oder sogar selbst gesagt: „An den Kindern sieht man, wie die Zeit vergeht.“


Ein wirklich wertvoller Tipp diesbezüglich steht in der Bibel. Dort wird uns Erwachsenen empfohlen, sich ein Beispiel an unseren Kindern zu nehmen. (3) Warum sollte das ein guter Tipp sein?


Die Antwort auf diese Frage findest du, wenn du ganz einfach einmal ein Kind beobachtest, denn dann kannst du erahnen, wie sehr es in unserer Natur liegt, lebenslang zu wachsen und zu lernen.


Kinder wollen doch ständig etwas erforschen, untersuchen, ihre Fähigkeiten verbessern und kennen lernen. Dabei gehen sie durchaus auch Risiken und Abenteuer ein.


Manchmal fragt man sich doch, wo sie alle ihre Energie hernehmen. Oder hast du schon einmal ein Kind gehört, wie es sagt: „Ich spiele bis 17:30 Uhr. Dann höre ich auf, weil sonst die Gefahr für ein Burnout steigt.“


Kinder müssen sich nicht schonen. Warum? Weil sie ihrer menschlichen Veranlagung entsprechend leben. Und das gibt ihnen Erfüllung, Zufriedenheit und reichlich Energie. Möglicherweise haben auch erwachsene Menschen einfach auch viel mehr Energie, wenn sie so leben, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden, weil sie in ihrer WAHREN Bestimmung leben und arbeiten. Denn zu alldem LIEBEN Kinder, was sie tun. Wer seinen Job nur der Familienabsicherung und des Geldes wegen, aus Pflichtbewusstsein oder aus Gewohnheit macht, brennt nachweislich schneller aus und empfindet tief in seinem Herzen auch sein Leben insgesamt nicht als wirklich erfüllend und glücklich. 


Wenn wir aufhören, uns zu entscheiden zu wachsen und zu lernen, wird unser Leben sinnlos und leer. Wir werden frustriert und unzufrieden und damit auch zu keinem angenehmen Zeitgenossen für unser soziales Umfeld, denn das leidet oftmals mit unter unseren schlechten Entscheidungen.


Denn es liegt doch ganz klar auf der Hand: Wie sollen wir denn glücklich sein können, wenn wir GEGEN das Gesetz des Lebens, GEGEN unsere Bedürfnisse, GEGEN unsere Sehnsüchte und GEGEN jede wirtschaftliche Vernunft verstoßen? Zu lernen und zu wachsen IST Teil unseres Lebenssinns.


Es gibt im gesamten Universum keine Droge und keine Ablenkung, die uns das geben kann, was wir durch bewusstes Persönlichkeitswachstum erleben und werden.


Es bleibt unsere Verantwortung und unsere Entscheidung, ob wir Bücher lesen (oder hören), ob wir Seminare besuchen und ob wir uns mit Menschen umgeben, von denen wir lernen können.


Vielleicht ist es manchmal sogar auch eine Überwindung, sich statt sinnfrei vom Fernsehprogramm berieseln zu lassen, alternativ ein gutes Buch zu nehmen, ein wertiges YouTube-Lehrvideo auszusuchen oder einen Film zu schauen, den man wirklich liebt und der uns in unseren guten Werten bestärkt. Aber es lohnt sich.


Wer bei einem Quiz die Antworten nicht kennt, kommt nicht in die nächste Runde. Im Leben verhält es sich ähnlich.


In der Bibel steht, dass ein Mann einen Weinberg hatte, in dem auch ein Feigenbaum stand. Doch immer, wenn er kam, um zu sehen, ob der Baum nun endlich Früchte trug, fand er keine. So beauftragte er dann eines Tages seinen Gärtner, den Baum umzuhauen, weil er dann wenigstens nicht noch länger dem Boden die kostbaren Nährstoffe entziehen würde. (4)


Als Gewinner weißt du: Wenn du lernst, wächst du. Und dann ist es gar nicht aufzuhalten, dass eines Tages deine guten Früchte sichtbar werden.


Mit jeder guten Entscheidung, die du triffst, bist du weniger die Person, die du früher warst und mehr die, die du gerne sein möchtest. So erreichst du auf deinem Weg zu deinem erfüllten und glücklichen Leben dein nächstes Level und machst dabei ganz automatisch und Stück für Stück aus deinem Leben ein Meisterwerk. Und genau dazu wurdest du geboren.


Es HAT einen wirklich guten Sinn, dass gerade Du in dieser Zeit lebst. Du besitzt eine Begabung, ein Talent, einen Erfahrungsschatz und damit durchaus auch einen Fundus an Narben, welche in dieser Art NIEMAND SONST hat und die deshalb unsagbar wertvoll sind.


Dass DU so EINZIGARTIG sein sollst, klingt doch zugegebenermaßen vielleicht erst einmal ein wenig verrückt in Anbetracht der Tatsache, wie VIELE Menschen es auf der Welt gibt, oder? Aber es ist dennoch die Wahrheit: Von den ca. acht Milliarden ist keiner - nicht ein einziger Mensch - so wie du es bist. 


Und – Hand auf`s Herz: Ist es denn verstandesseitig nicht genauso verrückt anzunehmen, dass von den gleichen acht Milliarden Menschen dennoch alle einen ganz individuellen Fingerabdruck besitzen solllen? Und DOCH ist es die Wahrheit. Das wird dir jeder studierte Forensiker bestätigen.


Du BIST tatsächlich einzigartig, etwas ganz, ganz Besonderes, Freund! Vielleicht kannst du das für dich heute noch gar nicht wirklich fassen oder annehmen. Es sprengt auch nahezu die menschliche Vorstellungskraft. Aber vielleicht hast du ja Lust, einmal bewusst und ganz in Ruhe darüber nachzudenken.  


Lerne und wachse, denn du LEBST.


Du hast eine Mission, die sonst niemand außer dir erfüllen kann. Kennst du sie? Wenn du sie nicht umsetzt, wird sie diesem Universum für immer fehlen.


Werde zur besten Version deiner selbst – und glücklich.


Herzlichst deine Anett & das God is good Team




(1) Ps. 25,12 LUT

(2) Eph. 4,23 NGÜ/ HfA

(3) Mt. 18,3 NGÜ

(4) Lk 13 NGÜ


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