Triff Entscheidungen, sonst entscheiden andere über dich (2)

Hallo Freund,


mein Coach inspirierte mich einmal zu einem kleinen Gedankenspiel, welches ich heute gerne mit dir teilen möchte. Stell dir vor: In den nächsten Jahren wird ein Mensch neu in deinem Leben auftauchen. Er wird deine Haustürschlüssel und dein Auto besitzen. Er wird deine Wohnanschrift haben, an deinem Tisch sitzen und er wird all die Dinge benutzen, die dir ans Herz gewachsen sind; er schläft in deinem Bett und er wird deinen Lebenslauf studieren und kontrollieren, ob du wirklich etwas aus den letzten Jahren gelernt und gemacht hast. Und wenn du kritisch in den Spiegel schaust, dann siehst du ihn. Du hast ihn geschaffen durch die Entscheidungen, die du heute triffst und durch die Dinge, die du heute tust oder nicht.


Wie wird dieser Mensch aussehen, Freund?

Wo wird er wohnen?

Was wird er tun und welche Freunde wird er haben?

Über wie viel Lebensqualität wird er verfügen?

Wird er ein fröhlicher Mensch sein, der ein erfülltes Leben lebt?


Das wirklich Coole und Beste daran ist, dass Du die Antworten auf all diese Fragen selbst in der Hand hast, weil deine heutigen Entscheidungen diese Antworten bestimmen werden.


Vielen Menschen fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen. Besitzen sie dann noch ein geringes persönliches Selbstwertgefühl, ist die Angst vor Entscheidungen noch größer - besonders dann, wenn es notwendig ist, dabei ein Risiko einzugehen.


Dann kommt die Angst vor Veränderung dazu, denn vieles wird unter Umständen anders werden: Vielleicht ist es ja der Tagesablauf, der Wohnort, der Freundes- und Bekanntenkreis, all das kann sich verändern. Aber die größte Veränderung findet letztlich in ihnen selbst statt. Und genau davor fürchten sie sich.


Wie ist das mit dir? Willst Du so bleiben, wie du bist?

Oder willst du wachsen und dich positiv verändern?


Dann weißt du vermutlich, dass jede Veränderung und Wachstum von Entscheidungen eingeleitet werden. Und genau darin liegt die große Chance für jeden Menschen.


Wenn wir uns das Wort Ent-Scheidung einmal genau anschauen, impliziert es schon rein vokabularisch, dass jede Entscheidung auch in gewisser Weise eine Scheidung ist. Wir treffen eine Wahl. Denn mit jeder Entscheidung wählen wir genau genommen eine Möglichkeit und trennen uns von einer anderen Möglichkeit.


Bei den wichtigen Entscheidungen unseres Lebens haben wir die Wahl zwischen Vergangenheit und Zukunft. D.h., dass du dich dafür entscheiden kannst, an dem festzuhalten, was du hast. Dann wirst du auch in Zukunft ein Leben führen, wie du es bereits in der Vergangenheit geführt hast und bist verständlicherweise nicht frei für neue Chancen.


Gleichzeitig heißt das u.U. auch, dass du dich entschieden hast, dich von deinen Träumen und Visionen für eine erfüllendere Zukunft zu trennen.


Möglicherweise willst du das ja ganz bewusst so. Dann ist DAS die Entscheidung, die du getroffen hast.


Alternativ könntest du loslassen und hättest dann die Hände frei für deine Träume und Ziele.

Du allein weißt, ob du wirklich glücklich bist mit deinem jetzigen Leben. Oder willst du etwas verändern? Was wählst du, Freund?


Veränderungen beginnen mit Entscheidungen. Das erfordert Mut.


„Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.“ (Andre Gide)


Wir können nicht Altes krampfhaft festhalten und gleichzeitig erwarten, dass uns das Leben die Erfüllung unserer Träume und Wünsche in die Hände legt. Dazu müssten wir diese erst einmal frei bekommen.


Manche Menschen wollen das aber nicht erkennen und deshalb hoffen sie – oft ihr ganzes Leben lang – auf irgendeinen wundersamen Tag, an dem (wie aus dem Nichts) dann plötzlich alles anders und besser würde und sich ihre Sehnsüchte und Hoffnungen auf ein glückliches Leben erfüllen.

Doch das ist ein lebenslanger Selbstbetrug, denn wie soll sich etwas verändern, wenn alles prinzipiell beim Alten bleibt?


Wenn du immer wieder nur die gleichen Zutaten verwendest, wirst du deine Geschmacksknospen nicht mit einem überraschend neuen kulinarischen Feuerwerk begeistern können.


Oder um es mit Albert Einstein zu sagen: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“


Bedauerlicherweise stellen diese Menschen dann oft auf ihrem Sterbebett voller Reue fest, dass sie einem Selbstbetrug aufgesessen waren und sie würden alles dafür geben, noch einmal an wichtige Kreuzungen ihres Lebens zurückkehren zu können, um sich bewusst und besser zu entscheiden. Doch dafür ist es zu spät.


Statistiken (1) besagen, dass der überwiegende Teil der befragten alten Menschen unmittelbar am Ende ihres Lebens antwortet: „Ich bereue, nicht den Mut gehabt zu haben, mein eigenes Leben zu leben.“

Denn die meisten Menschen tun überwiegend das, von dem sie glauben, dass andere es von ihnen erwarten – ihr ganzes Leben lang. Dabei haben wir doch nur dieses EINE Leben…


Wie traurig muss man sich wohl fühlen, wenn man eines Tages rückblickend enttäuscht feststellen muss, dass man nicht das Leben gelebt hat, welches über Jahre oder Jahrzehnte immer wieder sehnsüchtig im Innern an die eigene Herzenstür klopfte und in Freiheit und Erfüllung gelebt werden wollte?


Wenn wir heute also das Glück haben, noch nicht auf dem Sterbebett zu liegen, dann haben wir ganz realistisch noch ALLE Möglichkeiten, um DAS Leben zu leben, zu dem wir geboren wurden. Die Vergangenheit können wir heute verständlicherweise nicht mehr ändern. Und die aktuelle Situation ist deshalb wie sie ist. Doch was wir ab heute daraus machen, liegt an uns. Das haben wir in der Hand.


Wir können heute aus unseren Erfahrungen und den Erfahrungen der Menschen vor uns lernen und davon profitieren. Wir haben das gewaltige Privileg, ab sofort Entscheidungen zu treffen, die uns nicht (mehr) bereuen lassen.


Viele Menschen wollen nur dann Entscheidungen treffen, wenn sie leicht scheinen und damit kein Schmerz verbunden ist. Vor diesem Hintergrund schieben sie diese immer wieder auf... auf morgen... nur dass das "morgen" für die meisten niemals kommen wird. Die ideale Entscheidung scheint die zu sein, die sich geradezu aufdrängt. Allerdings ist das dann eigentlich keine wirkliche Entscheidung, weil man doch gar keine Wahl mehr hat.


Bewusst Entscheidungen zu treffen steigert den Respekt vor uns selbst und erhöht unseren Selbstwert, weil wir uns unserer Autorität für unser Leben bewusst sind und dieses Potenzial verantwortungsbewusst einsetzen.

Wer sich allerdings immer nur alle Türen offen halten will, wird sein Leben auf dem Flur verbringen.


Dein Leben, wie es heute ist, ist die Summe der Entscheidungen, die Du getroffen hast. Dessen solltest du dir bewusst sein. Du stehst heute exakt an dem Punkt, weil du in der Vergangenheit die Weichen dazu gestellt hast. Wenn du das akzeptierst, bist du auch in der Lage, die bewusste Entscheidung zu treffen, heute die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen. Du hast die Autorität, Macht und Verantwortung über dein Leben. Du entscheidest.


Ein Meister wusste auf jede Frage eine Antwort. Darüber ärgerten sich zwei seiner Schüler so sehr, dass sie beschlossen, ihm eine Falle zu stellen. Sie planten, einen kleinen Vogel hinter ihren Rücken zu halten und dann den Meister zu fragen, ob das Tier lebendig oder tot sei.

Würde der Meister antworten: „Der Vogel lebt“, so wollten sie dem Vogel schnell die Kehle zudrücken. Der Meister hätte dann etwas Falsches gesagt. Würde der Meister hingegen sagen: „Er ist tot“, so würden sie den Vogel einfach fliegen lassen. Auch in diesem Fall hätte der Meister sich geirrt.

Also traten sie vor den Meister und fragten: „Sag uns Meister, lebt der kleine Vogel hinter unserem Rücken, oder ist er tot?“

Der Meister schaute die beiden eine Weile ruhig an und antwortete: „Was immer ich sage – es liegt in eurer Hand.“

Freund, du kannst alles ändern: von deinen Beziehungen, deinem Job, deinem Tagesablauf, deiner Gesundheit bis hin zu deiner finanziellen Situation – und zwar ab dem Tag, an dem du dich dazu entscheidest und zu handeln beginnst.


Und du weißt es bereits: Als Gewinner übernimmst du die volle Verantwortung und schiebst sie nicht auf deine Partnerin/ deinen Partner, auf den Chef, auf dein Team, auf die Umstände, auf die Politik, deine Gene, die Herkunftsfamilie oder irgendjemanden oder irgendetwas.


Natürlich wissen wir, dass wir nicht alles beeinflussen können, was sich in unserem Leben ereignet. Aber wir können IMMER ENTSCHEIDEN, wie wir darauf reagieren und welche Bedeutung wir den Ereignissen geben wollen.


Dein Blickwinkel, die Perspektive, mit der du die Dinge in deinem Leben siehst, liegt allein in deinem Verantwortungsbereich. Und es MACHT einen Unterschied, ob das Glas halb voll oder halb leer ist, weil das, worauf du dich fokussierst, größer wird und deinem Blickwinkel unwillkürlich deine Gefühle folgen werden.


Ein halb LEERES Glas (welches hier einmal metaphorisch steht für alle Lebensbereiche und Situationen deines Lebens, die du mit der Brille des sogenannten Zweckpessimismus betrachtest) suggeriert deinem Unterbewusstsein immer, dass etwas fehlt. Es programmiert dich (unbewusst) auf Mangeldenken. Demzufolge wirst du dich intuitiv benachteiligt oder auch unfair behandelt fühlen.


Bei identischer Menge im Glas, allerdings mit dem Blickwinkel des halb VOLLEN Glases bewertet, suggerierst du unbewusst deinem inneren Ich, dass du etwas besitzt. Der Fokus wird auf Fülle gelenkt. Und etwas zu besitzen fühlt sich definitiv viel besser an, als auf der Seite (des Lebens) zu stehen, die leer ausgeht. Meinst du nicht auch? ;)


Die gleiche Situation, die gleichen Umstände. Den (Zweck-)Pessimisten zieht es zwangsläufig gefühlsmäßig herunter, der optimistische Realist bleibt motiviert, weil er die Chance in der Krise sieht: Es ist doch noch Wasser da – wie mache ich es mir maximal nutzbar?


Solltest du ein pessimistisch eingestellter Mensch sein, denkst du jetzt vielleicht: Wenn ich das Glas halb VOLL sehe, fehlt mir trotzdem die Hälfte. Ich mache mir doch bloß etwas vor!


Das stimmt: Du machst dir nämlich so oder so etwas vor - in beiden Sichtweisen wird dein Unterbewusstsein manipuliert, weil du bei beiden Blickwinkeln einen Fakt ausblendest, um dich auf den jeweils anderen zu fokussieren. Wir sind intellektuell nicht in der Lage, im selben Augenblick den Mangel und die Fülle gleich zu gewichten.


Was wäre dann logischerweise die Alternative zur optimistischen Sichtweise, in der du dein Unterbewusstsein auf Fülle und Erfolg manipulierst? Ganz klar: Sich auf die fehlende Hälfte zu konzentrieren und damit den vorhandenen Anteil klein zu denken bzw. weg zu manipulieren. Stellt sich die Frage: Was ist zielführender?


Nun, das kommt dann wohl letztlich auf dein individuelles Ziel an: Wenn du Opfermentalität nähren willst, dich schlecht fühlen und bedauert werden willst, ist die Brille des optimistisch schauenden Realisten tatsächlich nichts für dich.


Wenn du hingegen zu den Gewinnern dieser Zeit zählen willst, wenn du Macher statt Opfer bist, wenn du erkannt hast, dass du ein Anrecht auf ein erfülltes und glückliches Leben hast, dann wird es unerlässlicher Teil deines Charakters, in JEDER Krise sofort nach der Chance zu suchen, die diese impliziert. Und ich kann dir garantieren, dass du IMMER einen Schatz heben wirst, ganz gleich wie verfahren und schwierig eine Situation zu sein scheint.

Denn unsere Wahrnehmung bestimmt unsere Realität.

Es gibt keine alleinige/ objektive Realität. Oder wie Einstein sagte: „Realität ist eine Illusion, allerdings eine sehr hartnäckige.“


D.h., meine Art, die Welt zu sehen, ist nicht die Einzige und auch nicht die einzig Richtige. Die Welt ist nicht, wie sie ist, sondern sie ist, wie wir sie sehen. Immer nehmen wir nur selektiv wahr.

Wenn du dir einen Film zum ersten Mal anschaust und vielleicht etwas später noch einmal, dann siehst du plötzlich Bilder oder hörst Worte, von denen du denkst: Waren die tatsächlich schon immer in dem Film? Du hast sie einfach nicht wahrgenommen. Unsere Wahrnehmung ist immer gekoppelt an unsere aktuellen Umstände, an innere Festlegungen und Glaubenssätze, an unseren aktuellen Gemüts- und Gesundheitszustand.


Das bedeutet: Wir haben tatsächlich die Autorität und Verantwortung, die Realität so zu sehen wie wir sie sehen wollen – optimistisch oder pessimistisch. Und was wir erwarten zu sehen, werden wir sehen.

Dies wiederum wird sich auf unsere Gefühle auswirken – inklusive unseres Selbstwertgefühls, welches bekanntlich u.a. unseren Mut nährt.


Wenn wir innerlich etwas ablehnen, sehen wir genau das, was unsere Einstellung bestätigt, andere Bereiche blenden wir intuitiv aus. (2) Man spricht vor diesem Hintergrund auch von den blinden Flecken oder einem Tunnelblick.


Gemäß dieses Verantwortungskonzepts können wir folglich wählen, was wir glauben WOLLEN und wir können wählen, was wir sehen WOLLEN und wie wir uns fühlen WOLLEN:

Ich „kann nicht“ wohnt deshalb meistens in der Ich-Will-Nicht-Strasse.


Unsere Wahrnehmung bestimmt unsere Realität. Und worauf du dich fokussierst, das wird stärker und wird wachsen in deinem Leben, weil Energie der Aufmerksamkeit folgt.

Ob das Glas halb voll ist oder halb leer – wer entscheidet das? Allein Du entscheidest.

• DU entscheidest, ob du nach rechts oder links siehst.

• DU entscheidest, worauf du dich konzentrierst.

• DU entscheidest, ob und in welche Richtung du abbiegst.

• DU entscheidest, ob du glücklich sein willst oder nicht.

• DU entscheidest, ob du DAS Leben lebst, was du willst.


Natürlich läuft im Leben nicht immer alles optimal. Aber es liegt an uns, wie wir darauf reagieren. Konzentrierst du dich auf den Mangel, dann wirst du dich zwangsläufig auch mies, vernachlässigt und übergangen fühlen. Du antwortest dann auf widrige Umstände, indem du dich von ihnen ausbremsen lässt. Oder du antwortest mit der Einstellung, dass du TROTZ aller Umstände dein Ziel erreichen wirst. Die Entscheidung liegt allein in deiner Hand.


Das Leben meint es gut mit dir, auch wenn es vielleicht gerade drunter und drüber geht. (3,4)

Um die Person zu werden, die du gerne sein willst; um das Leben zu leben, welches du gerne führen willst; um zu erreichen, wovon du tief in deinem Herzen träumst: Triff Entscheidungen Freund, und mach aus deinem Leben ein Meisterwerk!

Vielleicht muss dafür sinnbildlich auch erst etwas sterben, damit etwas Neues beginnen kann: Erst der Tod der Raupe ist bekanntlich der Beginn des Lebens für den Schmetterling.

Herzlichst deine Anett & das God is good Team

(1) Bronnie Ware „The Top Five Regrets of the Dying“

https://bronnieware.com/

(2) Mt. 7 NGÜ

(3) Joh. 14,6 NGÜ

(4) Jer. 29,11 GNB

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