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Hallo Freund,

hast du dir vielleicht auch schon einmal - still vor dich hin seufzend - gewünscht: "...Ach,...wenn ich doch noch einmal ganz neu anfangen könnte...Das wäre schön..."?

„Auf ein Neues!“, „Gesundes Neues!“… das sind Worte, die wir üblicherweise in diesen ersten Tagen des neuen Jahres öfters zu hören bekommen, vielleicht auch selbst aussprechen.

Wir implizieren damit den Wunsch und die Hoffnung auf Gutes, auf Gelingendes und darauf, dass Ziele, die bisher noch unerreicht blieben, geschafft werden oder zumindest näher rücken.

Im Blick auf Corona wird der Wunsch nach Gesundheit in diesem Jahr sicher noch stärker als sonst in den Mittelpunkt rücken – vermutlich auch von Zeitgenossen, die sich über Weihnachten oder an Silvester wissentlich nicht an die präventiven Regelungen der Regierung hielten. ;)

Etwas überraschend finde ich, dass als Voraussetzung für das Gelingen diverser guter Vorsätze, (meist auch absolut aufrichtig gemeinter) Veränderungsabsichten und Hoffnungen nichts anderes dient als der kalendarische Übergang in ein neues Jahr. Das ist doch verblüffend, oder?!

Ist es tatsächlich realistisch, die Rahmenbedingungen prinzipiell beim Alten zu belassen und dabei zu erwarten, dass das Ergebnis ein anderes wird?

Nun, offensichtlich nicht, denn die exorbitant hohe Rückfallquote in der Statistik guter Vorsätze spricht da nachweislich eine klare, wenn auch recht unbequeme Sprache. Oder um es mit der Bibel auszudrücken: Wenn ich mein Haus (auch im neuen Jahr) weiter auf Sand baue, muss ich mich nicht wundern, wenn es irgendwann (wieder) wackelt und zusammenbricht.

Dabei steht das "Haus“ für die verschiedenen Bereiche unseres persönlichen Lebens. Das kann unsere Gesundheit sein, die Ehe oder Beziehungen zu anderen Menschen, unsere Kinder, der Job, unsere Finanzen… was auch immer.

Der "Sand" symbolisiert die Grundlage, die Basis, auf welche ich den jeweiligen Bereich meines Lebens stelle. Wenn das Fundament nichts taugt, nützt mir auch das genialste „Haus-Projekt" nix. Denn auf sprichwörtlichem Sand gebaut ist der ehrgeizigste Plan früher oder später zum Scheitern verurteilt und kippt.

„Auf ein Neues!“… entpuppt sich deshalb für die meisten erfahrungsgemäß leider nur allzu oft als eine unsanfte Bruchlandung in der Realität: Gute Vorsätze erweisen sich als illusorisch; ehrgeizige Ziele rücken wieder in weite Ferne. Die Folgen sind Resignation und Selbstzweifel, meist gepaart mit den erdrückenden Gefühlen versagt zu haben, nicht gut genug zu sein bzw. nichts wert zu sein.

Und dann kommt die Sinnfrage: Hat das alles hier überhaupt einen Sinn? Wenn ja, welchen?

Wozu strample ich mich ab? Wer bin ich denn WIRKLICH? Wozu lebe ich? Was mache ich hier eigentlich? Lebe ich MEIN Leben oder lebe ich dieses Leben, weil das andere so von mir erwarten?

Tue ich die Dinge, weil sie mir WIRKLICH Freude bringen und mich mit Glück erfüllen oder mache ich das meiste genau genommen nur, weil es mich beschäftigt?

Lenke ich mich vielleicht in Wirklichkeit nur ab, weil ich die Wahrheit nicht sehen will? Was ist die Wahrheit?

Bin ich geliebt? Bin ich es denn wert, geliebt zu werden? WER liebt mich wirklich? Wer behauptet vielleicht, mich zu lieben, nur um zu profitieren? Kann ich das erkennen? WILL ich das erkennen? Wer hält auch dann zu mir, wenn alle anderen sich von mir abwenden? Was ist Liebe wirklich? Wie fühlt sich echte Liebe in ihrer reinsten Form an?

Die Beantwortung dieser Fragen gestaltet sich manchmal als gar nicht so einfach. Denn bei den WIRKLICH WICHTIGEN Fragen deines Lebens heben Tech-Nick, Wiki & Co ausnahmslos nur schulterzuckend die Hände und kapitulieren.