Ein Neider kommt selten allein

Aktualisiert: 15. Aug 2020

Hallo Freund,

vermutlich hast du in deinem Leben bereits mehrfach Erfahrungen mit dem Thema Neid gemacht – aktiv oder passiv. Wir alle kennen das. Schon im Kleinkindalter ist dieser Charakterzug zu beobachten, wenn plötzlich genau DIE Spielsachen die interessantesten und schönsten sind, mit denen gerade ein anderes Kind spielt. ;)

Und weil NEID uns immer wieder tangiert, finden wir dazu auch in der weltweit genialsten „Gebrauchsanleitung für gelingendes Leben“ (Du kannst diese Schatzkiste auch kurz und knackig Bibel nennen) viele Wahrheiten, die uns ganz praktisch helfen können.

Eine der oft zitierten Geschichten der Bibel ist die von Daniel in der Löwengrube.

Sie zeigt uns, dass eine lebendige Beziehung zu Gott, Gelingen und Erfolg dazu führen, dass du Feinde haben wirst.

Daniel ist ein Mann von großer Autorität und er glaubt an den Gott der Bibel. Er dient Darius, dem mächtigsten Mann der damaligen Zeit (ca. 500 v. Chr.) und Herrscher des babylonischen Reiches. Vielleicht erinnerst du dich noch an diesen Regenten aus dem Geschichtsunterricht deiner Schule.

Darius hatte 120 Statthalter eingesetzt und über dem ganzen Reich verteilt. Sie hatten nahezu uneingeschränkte Macht. Nur drei Minister standen über ihnen. Einer von ihnen war Daniel. Er verrichtete seine Arbeit so außergewöhnlich gut, dass der König darüber nachdachte, Daniel die Verwaltung des GESAMTEN Reiches anzuvertrauen.

Da wurden die anderen Statthalter neidisch und suchten einen Anklagegrund gegen Daniels Amtseinführung zu finden. Aber Daniel führte sein Amt so zuverlässig und gewissenhaft aus, dass sie ihm nicht den geringsten Fehler nachweisen konnten.

"Da sagten die Männer: Es gibt nur eine Sache, bei der wir Daniel fassen können- und das ist der Glaube an seinen Gott. (Bibel - Daniel 6,6)

"Daraufhin bestürmten die königlichen Bevollmächtigten und Statthalter den König und sagten zu ihm: „Lang lebe König Darius! Sämtliche Beamten des Reiches, die Präfekten und Statthalter, die Minister sowie die mit der Ausübung der Verwaltung betrauten Beamten sind sich einig, dass du, König, ein königliches Gesetz erlassen solltest, das folgenden Befehl enthält: Jeder, der innerhalb der nächsten 30 Tage statt an dich an irgendjemand anders eine Bitte richtet – sei es an einen Gott oder an einen Menschen -, soll in die Löwengrube geworfen werden.“ (Bibel - Daniel 6, 7-8)

Der König merkte nicht, dass sie ihn nur austricksten, um Daniel zu kriegen. Sie wussten nämlich ganz genau, dass Daniel jeden Tag dreimal am offenen Fenster betete.

Was dann passierte, kannst du im Buch Daniel in der Bibel, Kapitel 6, in den Versen 10-23 detaillierter nachlesen.

Die verlogenen Berater schwärzen Daniel beim König an und fordern Darius mit Nachdruck auf, dem neuen Gesetz zu folgen. In dem Moment erkennt der König, dass er hintergangen wurde. Bis ins Mark erschüttert und völlig verzweifelt muss er nun befehlen, Daniel in die Löwengrube zu werfen.

Weil der König das übernatürliche Eingreifen von Daniels Gott bereits mehrfach als Augenzeuge erlebte, bleibt ihm nur noch zu hoffen und zu sagen, dass dieser Gott, den Daniel so treu verehrt, ihn nun retten möge…

Eine ziemlich verzwickte Situation, in die er da hineingezogen worden war.

Doch nun greift Gott übernatürlich ein. Er lässt den Löwen das Maul verschließen, sodass sie Daniel nichts tun können.

Damit wendet sich überraschend das Blatt und es folgen eindrückliche Konsequenzen.

Daraufhin befahl der König, die Männer, die Daniel verleumdet hatten, herbringen zu lassen, und ließ sie zusammen mit ihren Frauen und Kindern in die Löwengrube werfen. Die Löwen stürzten sich auf sie und zermalmten ihre Knochen, noch bevor sie den Boden der Grube berührten.“ (Daniel 6,25)

Was zeigt uns diese historische Begebenheit?