Durchblick statt Augenwischerei

Aktualisiert: Mai 5

Hallo Freund,

diesen Brief für dich schreibe ich heute, am 26. April – meinem Geburtstag.

Es ist erstaunlich… tatsächlich sind schon wieder zwölf Monate vergangen seit dem letzten „Happy Birthday“.

Kommt es dir vielleicht manchmal auch so vor als würde die Zeit regelrecht verfliegen? Vielleicht kennst auch du Passagen deines Lebens, in denen die Uhren sich schneller zu drehen scheinen… ?

Mit Dankbarkeit und Freude schaue ich heute zurück auf das vergangene Jahr.

Gleichzeitig wird uns an einem solchen Tag möglicherweise aber auch bewusst (wenngleich vielleicht auch nur für einen kurzen Augenblick), dass unser Leben hier endlich ist.

In der Gebrauchsanleitung für gelingendes Leben wird in Lukas 12 wird von einem erfolgreichen Bauern berichtet:

»Die Felder eines reichen Mannes hatten einen guten Ertrag gebracht. Der Mann überlegte hin und her: ›Was soll ich tun? Ich weiß ja gar nicht, wohin mit meiner Ernte.‹

Schließlich sagte er: ›Ich weiß, was ich mache! Ich reiße meine Scheunen ab und baue größere. Dort kann ich mein ganzes Getreide und alle meine Vorräte unterbringen. Und dann werde ich zu mir selbst sagen: Du hast es geschafft! Du hast einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Gönne dir jetzt Ruhe, iss und trink und genieße das Leben!‹

Da sagte Gott zu ihm: ›Du törichter Mensch! Noch in dieser Nacht wird dein Leben von dir zurückgefordert werden. Wem wird dann das gehören, was du dir angehäuft hast?‹« Jesus schloss, indem er sagte: »So geht es dem, der nur auf seinen Gewinn aus ist und der nicht reich ist in Gott.«

Ich glaube, es lohnt sich, ab und an einmal innezuhalten, um sich bewusst darüber zu werden, was unser Leben wirklich ausmacht. Die folgenden vier Brillen können wir nehmen, um verschiedene Sichtweisen unseres Lebens klarer zu machen und zu beantworten: Was ist das Leben eigentlich?

Was ist dein Leben, Freund?

Vielleicht würdest du zustimmen, wenn ich sage, dass unser aller Leben eine ziemlich spannende Reise ist. Und wie bei einer Urlaubsreise, die man macht (wenn es Corona wieder erlaubt), sollten wir auch auf unserer Lebensreise das endgültige Ziel im Blick haben:

• Denn es gibt einen Himmel, den wir gewinnen können.

• Es gibt eine Hölle, die wir meiden sollten.

• Und es gibt einen Gott, der dich und mich unvorstellbar innig liebt- vorbehaltlos und bedingungslos.

Du wirst mir wahrscheinlich Recht geben, wenn ich behaupte, dass diese Lebensreise hier manchmal eine regelrechte Herausforderung ist, die einem streckenweise alles abzuverlangen scheint, was man aufbieten kann.

Wir alle erleben Zeiten, in denen wir uns gefühlt weit außerhalb unserer Komfortzone und unseres persönlichen Wohlfühlkorridors befinden.

Und doch sind genau diese Zeiten rückblickend die wertvollsten Lebensabschnitte überhaupt. Denn genau genommen sind dies unzählige gute Gelegenheiten, um Charakter zu entwickeln.

Oder um es mit den Worten des US-amerikanischen Industriellen Henry John Kaiser zu sagen:

„Das Problem ist die Gelegenheit in Arbeitskleidung.“ ;)